Chaos

Chaos

Der 24. Oktober 1998. Generell fällt es schwer Veränderungen im Leben auf einen Tag zu reduzieren. Hier ergibt die Einteilung in „DAVOR“ und „DANACH“ aber wirklich Sinn. Ich kann aber mit voller Überzeugung behaupten, dass ich vor diesem Tag keinerlei Interesse an Fußball hatte, mich der 1. FC Nürnberg dann wie ein Schlag traf und ich seitdem Glubberer bin. Die Saison 1998/1999 ließ mich all jene Höhen und Tiefen im Schnelldurchlauf erleben, bzw. ertragen, die der Ruhmreiche mit sich bringt: In meinem ersten Spiel im Stadion konnte der Glubb einen 0:2-Rückstand gegen Stuttgart egalisieren, ich erlebte einen Sieg gegen den Rivalen aus München und schließlich den Abstieg in letzter Minute.

Aus der „Faszination 1. FC Nürnberg“, die sich vorrangig aus der Emotion speiste, entwickelte sich relativ früh der Wunsch das Spiel Fußball zu verstehen. Auf die Fragen, warum eine Mannschaft erfolgreich ist, bzw. warum sie gegen bestimmte Mannschaften und Trainer schlecht aussieht, gab es in der deutschen Fußballberichterstattung keine Antwort. Der Fußball in Deutschland wurde und wird immer noch auf personeller und emotionaler Ebene diskutiert, zunehmend „eventisiert“ und mit nichtssagenden Floskeln wie „Die Mannschaft kam nicht in die Zweikämpfe!“ erklärt. Durch die steigende mediale Präsenz der Champion’s League und die Möglichkeit das Fußballgeschehen im Internet zu verfolgen, konnte ich viele Spiele auf hohem Niveau sehen und verstand immer mehr wie der Fußball funktionierte. Ich diskutierte schon immer sehr gerne über Fußball, entweder im kleinen Kreis oder virtuell auf www.glubbforum.de und im Verbund mit dem Aufkommen einiger Blogs, wie beispielsweise www.zonalmarking.net (Ausdrückliche Empfehlung an alle Leser!) war es möglich ein tiefergehendes Verständnis über das Geschehen auf den Platz zu bekommen.

Auf www.ig-zukunft.de werde ich vor allem über das schreiben, was der Glubb auf dem Platz zeigt. Ich versuche dabei so neutral wie möglich an die Sache heranzugehen, was als Fan nicht immer einfach ist. Und da ich selbst kein Profi bin und es sicherlich andere Sichtweisen gibt, hoffe ich, dass eine rege Diskussion entsteht – entweder hier auf dem Blog, oder bei Facebook!

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