Vorschau: 7. Spieltag 13/14 | Werder Bremen – 1. FC Nürnberg

Vorschau zum aktuellen Spieltags unseres geliebten 1. FC Nürnbergs

Die Spieltagsvorschau zum Spiel in Bremen

Ein Punkt gegen den Tabellenführer BVB, gut dagegengehalten, Ansätze von Spielkultur. Konnte man in dieser Situation nach Augsburg und Braunschweig wirklich mehr erwarten? Kaum, weswegen ich der vergebenen Esswein-Chance auch nicht hinterhertrauere. Das wäre die Krönung gewesen, klar, aber man kann einfach nicht damit kalkulieren, dass man jede Chance oder sogar jede Großchance reinmacht. Das war bereits gegen Braunschweig seltsam, dass in diesem erbärmlichen Spiel dann moniert wurde, dass Daniel Ginczek die Chance aufs 2:0 liegen ließ. Es ist völlig normal, dass der Ball mal daneben geht, wo ihn jeder schon drin sieht. Unsere Gegner haben bei zuletzt bei jeweils um die 20 Torschüssen nicht mehr als ein Tor fabriziert, dabei waren es teilweise hochkarätige Chancen.
Nein die Stellschraube ist ganz klar ein besserer Spielaufbau, schnellere Spielverlagerungen, mehr gute Spielzüge, die Druck auf die gegnerische Defensive erzeugen. Dortmund war diesbezüglich ein erster Schritt, nicht mehr und nicht weniger.

Daniel Ginczek

Fällt 6 Wochen oder gar länger aus: Daniel Ginczek

Die Herausnahme von Balitsch und ein verbesserter (wenn auch weiterhin noch steigerungsfähiger Auftritt) von Hasebe brachten klare Verbesserungen, trotzdem sind die alten Dämonen noch lange nicht besiegt. Was den Fall Balitsch angeht: Auch ohne ihn auf der 6 spielten wir letzte Saison lange den gleichen, unansehnlichen Fußball. Er war nicht geeignet als moderner 6er, keine Frage, aber ihn jetzt zur Wurzel allen Übels machen zu wollen ist derartig fehl am Platz, dass mir nicht einmal Vergleiche einfallen. Das Kapitel Balitsch ist jetzt zu, die Glubbwelt dreht sich weiter und es gibt genügend Probleme darin, auf die es sich lohnt die Energie zu verwenden, statt auf Hannos Personalie herumzureiten. Interessant wird allerdings sein, mit wem außer Hasebe wir am Sonntag antreten werden. Zunächst das Problem mit der Grippewelle am Valznerweiher, Feulner, Stark, Pekhart und Frantz hatte es erwischt. Feulner fiel deswegen ja schon die letzten Wochen aus. Wer einmal richtig Grippe hatte, wie lang sich das hinziehen kann und dass es durchaus ein wenig dauern kann, bis man wieder zur alten Stärke findet. Mittlerweile sind aber alle wieder im Training, da es manche nur kurz niedergestreckt hatte, sind diese vielleicht auch wieder schneller wieder fit, bei Feulner muss man abwarten. Definitiv ausfallen wird aber sicher Daniel Ginczek, der sich in einem Trainingsduell einen offenen Bruch (!) am Zeh zuzog und für etliche Wochen ausfällt. Die momentane Schätzung beläuft sich auf 6 Wochen, es kann aber durchaus mehr werden. Das ist ein bitterer Verlust, auch wenn er in der Bundesliga nicht ganz an die Leistungen der Vorbereitung anknüpfen konnte. Trotzdem ist er ein mitspielender Stürmer, der unseren Spiel prinzipiell eher gut tut, als der eher statische Pekhart, den wir wohl am Sonntag und in den nächsten Wochen sehen werden. Alternativen zu ihm wären Esswein und Drmic, allerdings deutete Michael Wiesinger auf der Pressekonferenz an, dass Pekharts Trainingsleistungen seine Nominierung nahelegten. Die Aufstellung dürfte demnach in etwa wie folgt aussehen:

Vorschau Bremen

Mögliches Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften

Bleibt noch der Blick auf den Gegner. Unter dem neuen Trainer hat Bremen einen klaren Kurswechsel von Offensivfußball mit instabiler Defensive zu Defensivfußball mit überschaubarer Offensive vollzogen. Bremen agiert aus einer Viererkette mit zwei Defensiven Mittelfeldspielern heraus, entweder in einer Art 4-4-2 mit flacher 4 oder wie zuletzt im 4-2-3-1. Das gewonnene Derby gegen Hamburg zeigte, dass die Hanseaten nur bei schnellen Gegenstößen aus ihrer defensiven Ordnung geraten, ansonsten ist gegen die kompakte Verteidigung wenig durchkommen. Offensiv sieht das ganze weniger berauschend aus, Bremen ist schwer abhängig von Einzelleistungen Hunts und Standards. Mittelstürmer Petersen ist zwar recht treffsicher, aber wenig in der Lage Chancen miteinzuleiten und seine Mitspieler so einzusetzen, dass sie ihm wiederrum den Ball servieren könnten. Er ist in gewisser Weise ein Hemmschuh für den Spielfluss, gleichermaßen als Vollstrecker angesichts weniger hochkarätiger Chancen sicher benötigt und geschätzt.

Es läuft also auf das Duell zweier Mannschaften heraus, die sich im 4-3-2-1 gegenseitig neutralisieren werden und dazu beide offensiv nicht gerade Feuerwerke abbrennen. Der Ausgang ist also völlig offen, eventuell gibt es gar die eine oder andere Überraschung, wenn die Trainer die Pattsituation zu brechen versuchen. Man darf gespannt sein.

 

Bildquelle: fcn.de

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