Vorschau: 1. Spieltag 13/14 | TSG Hoffenheim – 1. FC Nürnberg

Vorschau zum aktuellen Spieltags unseres geliebten 1. FC Nürnbergs

Die Spieltagsvorschau zum Spiel in Hoffenheim

In den letzten Tagen brummte es hier auf dem Blog wieder vor Geschäftigkeit. Die Enthaltsamkeit der Sommerpause hatte uns doch mehr zugesetzt als vermutet, die Vorfreude auf Sandhausen und die neue Saison war riesengroß, die Enttäuschung dann ebenso und dann kann so ein Artikel auch mal zum von-der-Seele-schreiben herhalten. Jetzt, 5 Tage nach dem erneuten Ausscheiden in Runde 1, sind die Wunden zwar noch längst nicht verheilt, aber es erscheint auch müßig nochmal alle Schwächen nochmals zu rekapitulieren und vor ihnen zu warnen. Jedem Zuschauer sollte auch losgelöst von den Ergüssen hier klargeworden sein, wie eklatant die Schwächen im defensiven Mittelfeld, aber auch auf den Außenpositionen momentan sind und dass hier Änderungsbedarf besteht.

Statt erneuter Problemanalyse deshalb hier der Versuch, positiv auf Hoffenheim zu schauen, Lösungswege zu betrachten und den Kopf eben insgesamt nicht in den Sand zu stecken.
Zunächst lässt sich festhalten, dass die Verantwortlichen die Probleme auch wahrgenommen haben, sie nicht mehr verleugnen. Zwar ist nirgends von Überlegungen für weitere Transfers zu lesen, aber die bis Ende August zu realisieren dürfte auch zunehmend schwierig werden. Diese Chance ist (fast) vorbei und weitere Kaderauffüller braucht es ohnehin nicht, sondern wenn, dann echte Verstärkungen – und die sind bekanntlich besonders schwierig loszueisen, gerade wenn der abgebende Verein sich ebenfalls noch Ersatz besorgen müsste. Was man stattdessen hörte, war eine deutliche Kritik an der Mannschaftsleistung und die Ankündigung personeller Veränderungen durch den Coach. Zwar blieb er in der Analyse sehr vage, wo es gehapert hatte, selbst als die Journalisten auf bestimmte Personalien hin nachhakten, aber das ist ein Stück weit auch verständlich. Als Trainer kritisiert er die Spieler intern, schützt sie nach außen hin aber. Zum Fraß darf er der Presse seine Spieler eben nicht vorwerfen, sonst würde er das interne Vertrauensverhältnis sicherlich beschädigen.

Berkay Dabanli

Spielt am Samstag wohl als Rechtsverteidiger: Berkay Dabanli

Trotzdem lässt sich aus den Aufstellungen des Trainings bereits herauslesen, dass 2 Veränderungen anstehen werden. Für den in Sandhausen verblüffender Weise trotz katastrophaler Leistung durchspielenden Chandler wird wohl Berkay Dabanli sein Debüt als Rechtsverteidiger beim Club geben. Dabanli hat diese Position bei anderen Vereinen bereits bekleidet, wie der wuchtige Verteidiger sich dabei in der Bundesliga machen wird, wird man sehen. Scheinbar hat er sich den Trainern aufgedrängt, noch vor der alternativen Option Hanno Balitsch wieder dort einzusetzen. Dieser hatte zudem auch kürzlich noch seinen Anspruch auf die Zentrale verbal untermauert: „Ich habe mein ganzes Leben auf der Sechser-Position gespielt, ich sehe mich auf der Position, ich fühle mich da auch soweit ganz wohl.“ Ein Einsatz von Niklas Stark zumindest von Beginn an erscheint angesichts dieser Selbstbewusstheit und der Trainingsaufstellungen eher wenig wahrscheinlich, man darf diese Personalie aber weiter gespannt verfolgen.
Alex Esswein

Zuletzt glücklos und verbannt, aber mit einer erneuten (letzten?) Chance: Alex Esswein

Die zweite Änderung betrifft hingegen Alexander Esswein, der in den Kader zurückkehrt und laut Aussage des Trainers die Lektion verstanden haben. Man darf darauf hinweisen, dass es nicht der erste Versuch ist, dem zweifellos mit Talent gesegneten Spieler den Weg zu weisen und dass ebenso wie bei Robbie Mak die neuen Erkenntnisse nie dauerhaft fruchteten. Trotzdem ist seine Rückkehr positiv zu sehen. Er ist jemand, der an guten Tagen Spiele entscheiden kann. Jemand der mit Kiyotake besser als die meisten anderen harmoniert, vorausgesetzt, dass der Japaner wieder auf seiner Wunschposition antreten darf. Wenn sich die Aussagen von Michael Wiesinger bewahrheiten, dass der Warnschuss Sandhausen angekommen sei, ist es durchaus denkbar, dass wir einen anderen Auftritt erleben. Ganz überzeugt bin ich noch nicht, das müssen Taten statt Worte erledigen, aber dennoch sei auf das Bemühen des Trainers, den Fehlstart zu korrigieren hingewiesen.
Und so manches Mal hat uns das Team auch schon positiv überrascht, gerade wenn wir es absolut nicht erwarteten.

Abschließend noch die Gegneranalyse: Dieses blöde Dreckskaff wäre letztes Jahr sang- und klanglos abgestiegen, hätten wir nicht in Hoffenheim so erbärmlich versagt und dann auch noch Mitkonkurrent Düsseldorf abgesägt. Es verdient keine Analyse, außer „haut ab, keiner will euch hier!“. Ok, gut: Der Trainer scheint fähig und die Mannschaft erheblich besser eingestellt als letzte Saison. Es wird sehr schwer.

Nach diesem kleinen verbalen Ausfall noch ein paar letzte, freundlichere Worte: Habt ein schönes Fußballwochenende und ärgert euch nicht zu sehr, sollte es dennoch daneben gehen. Besser wir vergeigen jetzt die Spiele, korrigieren den Kurs frühzeitig und steuern vielleicht auch personell gegen, als sich bis ins Frühjahr durchzuschleppen.

Bildquelle: www.fcn.de

Share
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.